Wenn Polit-Verbrecher straffrei bleiben: 20 Jahre Irak-Krieg

Von AUF1-Chefredakteur Stefan Magnet
20. März 2023
Lesezeit: 3 Min.

Eine frei erfundene Lüge der USA war der Vorwand, um in den Irak einzufallen. Hunderttausende Unschuldige wurden ermordet. Die Täter wurden nie bestraft.

Heute vor 20 Jahren, am 20. März 2003, überfielen die USA den Irak. Massenmord, Verstümmelung und Tötung von unschuldigen Frauen und Kindern zigtausendfach inbegriffen. Ein trauriges Kapitel der neueren Geschichte, das uns lehrt, dass nicht immer alles gut ausgeht. Das uns zeigt, dass globalistische Verbrecher genau wissen, wie sie straflos davonkommen. 

Unfassbare Lüge als Kriegsgrund

Der Irak hätte Massenvernichtungswaffen, behauptete der US-Außenminister Colin Powell vor der Weltgemeinschaft der UNO. Biowaffen, Gift-Flugzeuge, Chemiebomben und vieles mehr. Geeignet, die Welt auszulöschen. Deshalb müsste man schnell und eiskalt zuschlagen, den Irak präventiv angreifen. Das ist aber verboten und die Staaten der Welt verweigerten der USA die Gefolgschaft. Dennoch fielen am 20. März 2003 die USA und Großbritannien im Irak ein – bombardierten aus sicherer Entfernung. Die Welt klatschte Beifall oder hielt sich betreten zurück. 

Nach der sogenannten „Befreiung“ des Irak war bald klar: Es gab nie Massenvernichtungswaffen. Die USA bemühten sich nicht einmal, irgendwelche Attrappen aufzubauen. Es gab keine gefährlichen Waffen, der Kriegsgrund war erfunden. 

Hunderttausende Tote, Uran-Munition

Der Angriffskrieg gegen den Irak unterschied nicht zwischen Zivilisten und Soldaten. In Summe, schätzen unterschiedliche Quellen, wurden hunderttausende Menschen ermordet. Die Langzeitfolgen waren fürchterlich, da etwa auch Uran-Munition eingesetzt wurde, die noch Jahre nachwirkt, Totgeburten und verstümmelte Babys mit zwei Köpfen und verkrüppelten Gliedmaßen verursacht. Heute weiß man: Die USA wollten ihre Atom- und Uranwaffen im Irak testen. Es war klar, dass sich die mittellosen Iraker nie wehren werden können. Der Dokumentarfilm „Deadly Dust“ beleuchtet das tragische Ausmaß dieses Kriegsverbrechens.

Dokumentarfilm „Deadly Dust“

Den Haag und UNO deckten die Verbrecher

Wurden die USA und Großbritannien von der UNO verurteilt oder gar bestraft? Nein, denn das verhinderten sie höchstselbst im UN-Sicherheitsrat mit einem Veto. Sie legten also ein Veto gegen ihre eigene Verurteilung ein. Ein schöner demokratischer Prozess, der wohl auch kriminellen Gewohnheitsverbrechern, Triebtätern und Mördern gefallen würde. „Ich lege ein Veto gegen meine Verurteilung ein, Euer Ehren!“ Und schon kann keine Verurteilung stattfinden. 

Der Angriffskrieg gegen den Irak war also völkerrechtswidrig, die Befehlshaber begingen schwerste Kriegsverbrechen. Doch keine irdische Macht konnte die Führer der USA oder Englands zur Rechenschaft ziehen. 

Kriegsverbrecher verdienten Millionen und wurden nie bestraft

Gab es wenigstens einen Haftbefehl gegen den damaligen US-Präsidenten George W. Bush oder den Premierminister Englands, Tony Blair? So wie jetzt einer vom „Internationalen Strafgerichtshof von Den Haag“ gegen Putin erlassen wurde? Nein – keine Angst!

Alle Verantwortlichen wurden in höchsten Ehren alt und scheffelten Millionen. Der verantwortliche US-Außenminister Colin Powell, der die Kriegslügen mit Hilfe seines Geheimdienstes CIA aufbereitete und vor der Welt vortrug, ging straffrei aus. Nach der Politik verschlug es Colin Powell nach Silicon Valley, wo er im Spekulanten- & Finanzgeschäft führend tätig war. Großbritanniens Premierminister Tony Blair wurde Berater verschiedener Regierungen und Banken, beriet etwa die Großbank „JP Morgan“ und ist sinnigerweise ehrenvolles Mitglied des „Europäischen Rats für Toleranz und Versöhnung“. George W. Bush mischt sich bis heute tatkräftig in die Politik ein, wenn er etwa die „seriösen Mainstream-Medien“ gegen Donald Trump verteidigt. Sein Erbe lebt im „US Patriot Act“ fort, der die Bürgerrechte unter dem Deckmantel des Ausnahmezustands einschränkt und im „US Freedom Act“ fortlebt. Und natürlich vererbte Bush der Welt den rechtsfreien Folter-Kerker Guantanamo, wo hunderte Gefangene gefoltert und misshandelt werden – bis zum heutigen Tag.

Strafverfolgung ist eine Frage der Macht

Ob im Libanon, Syrien, Afghanistan, Kuwait, Iran oder Irak: Die Menschen in dieser Region verfluchen den blutigen US-Imperialismus bis in alle Ewigkeit. Doch es nützt ihnen nichts: Die großen Verbrecher werden ungestraft bleiben. Denn es fehlte die Macht, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Und im Westen? In Europa, Großbritannien oder den USA war es den Menschen egal. Der Irak war weit weg, so wie zuvor Afghanistan und danach Libyen. 

Und es gab keine zweite öffentliche Meinung. So wie beim 11. September: Die Amerikaner hatten 2001 nicht die Möglichkeit, eine zweite Meinung zu hören. Nur die globalistischen und gleichgeschalteten Medien konnten eine Einheitsmeinung immer und immer wieder propagieren. Ohne Widerspruch. Alternative Medien, ob in den USA, Großbritannien oder Europa, haben aber aus der Geschichte gelernt. Aufklärungsbewegungen rund um den Globus bekämpfen den Globalismus, der Mord und Krieg zu seinen Werkzeugen zählt.

Als ich 2003 als Redakteur einer Jugendzeitschrift von Kriegslügen und Kriegsverbrechen im Irak schrieb, bezeichneten mich dieselben System-Journalisten und selbsternannten „Antifaschisten“ als „Verschwörungstheoretiker“, die das auch heute tun, wenn wir kritisch zu Corona, der Klima-Lüge, zu „Nord Stream“ oder den Kriegslügen der Ukraine berichten. Es war und ist das Totschlagargument, um Aufdecker fertig zu machen. Mit dem Unterschied heute, dass die Lügen zu offensichtlich wurden und das Framing ins Leere geht. Die Verschwörungstheorie wird immer schneller zur Verschwörungspraxis. Und die Geschichte muss uns lehren, dass wir unnachgiebig aufklären müssen, damit Verbrecher nicht straffrei davon kommen. 

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