Bürger-Aufstand gegen Migranten-Ansiedlung: Bürgermeister knickt ein

Von Kornelia Kirchweger
19. Januar 2023
Lesezeit: 2 Min.

70 Migranten-Familien sollten in der 2000-Einwohner Stadt Callac, in der französischen Bretagne, angesiedelt werden. Die Bewohner liefen erfolgreich Sturm dagegen. Der Bürgermeister stoppte das „Multi-Kulti-Arche-Noah“-Projekt, sonst hätte er seinen Hut nehmen müssen. Hinter dem Vorhaben stand die wohlhabende Cohen-Familie, die in Paris mit Kindern und Enkeln in einem schmucken Palais in bester Wohnlage lebt. Reich wurde sie mit dem Luxus-Kinder-Modelabel „Bonpoint“. Das Projekt folgt der im Vorjahr angekündigten Strategie von Präsident Emmanuel Macron, Migranten von den Städten aufs Land umzusiedeln. 

Bürgern reicht es 

Die Bürger von Callac, in Côtes-d’Armor, gingen deshalb vergangenen Herbst auf die Barrikaden. Die Massen-Ansiedlung hätte das gewachsene Gefüge der Stadt völlig zerstört. Sie beklebten das Rathaus mit Plakaten und Stickern und schrieben massenhaft Protestbriefe an die Stadtpolitiker, die das Projekt schon unterzeichnet hatten. Bürgermeister Jean-Yves Rolland, Parteikollege von Macron, gab zu: Er habe das Projekt stoppen müssen, obwohl er dafür sei, doch das hätte ihn den Kopf gekostet. Der Fall ging durch die Medien – seither ist Callac Symbol für die „Große Ersatzmigration“, die auch im UNO-Migrationspakt gefordert wird. Europas „alte Bürger“ sollen demnach durch Migranten aufgefrischt werden. Macron ist davon begeistert. Er will künftig Migranten von den Städten weg, aufs Land verlegen. Wegen der Probleme mit der Kriminalität und ethnischen Ghettos in den Ballungszentren. Sollen sich die ländliche Gebiete doch damit abplagen. Mittlerweile lehnen weit über 60 Prozent der Franzosen weitere Zuwanderung ab und verlangen, darüber befragt zu werden.

Eine Stadt nur für Migranten

Die Cohen-Familie ließ übrigens schon früher durchklingen, sie wolle über ihre Stiftung Migranten in 20 verschiedene Städte auf dem französischen Land unterbringen. Callac war nur eine davon, der Protest der Bürger machte diesen Versuch zunichte. Sie präsentierte das Projekt als: „Multikulturelles Dorf, bewohnt von Migranten und Nicht-Migranten, die sich hier auf Dauer niederlassen“. Damit sollte die „überalterte“ Stadt samt Wirtschaft belebt werden. 70 Arbeitsplätze sollten eigens für die Migranten geschaffen werden. Man wollte sie dazu einschulen, und bei der Integration begleiten. Für die Umsetzung ihrer Multi-Kulti-Vision war die Cohen-Familie bereit, Millionen Euro aus ihrem privaten „Merci-Fonds“ lockerzumachen. Damit sollten die Kosten für die Umsiedlung in die Klein-Stadt und die Bereitstellung von Arbeitsplätzen abgedeckt werden, aber nur für 10 Jahre. 

Danach hätten die Steuerzahler dafür aufkommen müssen. Der Stadtrat wollte ursprünglich zur Unterbringung der Migranten Gebäude der Saint-Laurent-Schule und Wohnungen im Zentrum erwerben. Zwecks Durchmischung. Die Stadtschule hätte mit einem Schlag 38 fremdsprachige Kinder bekommen. Die Lehrer fühlten sich überfordert. 

Geldgeber beschimpfen Bürger

Kein Wunder, dass die Bürger auf die Barrikaden gingen. In Callac ist jeder Fünfte zwischen 15 und 64 Jahren auf Jobsuche, die Arbeitslosigkeit liegt bei über 17 Prozent. Die Bürger fragen sich wütend: Warum investiert die Cohen-Familie ihr Geld nicht in die Belebung der Stadt, für die Bürger, die jetzt dort leben? Etwa für die Renovierung von Wohnungen, Energiehilfe, die Entwicklung der Stadt und den umliegenden Gemeinden. Sie betrachten es geradezu als böswilligen Hohn, stattdessen Migranten samt Familien in der Stadt anzusiedeln und Millionen dafür auszugeben. 

Dass die Cohen-Familie die Bürger mit diesem gelinde gesagt „perfiden Plan“ gegen sich aufbrachte, versteht diese gar nicht. Im Gegenteil. In einem enttäuschten Brief an den Stadtrat werden die Gegner ihres Projektes als Antisemiten beschimpft – wahrscheinlich in Anspielung auf die eigenen jüdischen Wurzeln. Rechtsextreme Gruppen und Medien wollen mit Desinformation den Stadtrat destabilisieren und die Bevölkerung spalten, beklagen sie. „Diese ekelerregende Kampagne mit rassistischen und antisemitischen Untertönen bediene sich der Einschüchterung, einschließlich Morddrohungen gegen den Bürgermeister und mehrere Stadträte...“, heißt es in dem Schreiben.


Zum Autor: Kornelia Kirchweger war Journalistin bei Austria Presse Agentur, Bundespressedienst, BBC, Asahi Shimbun. Fokus: EU, Asien, USA, Afrika. Seit 2016 beim Wochenblick. Rockte die sozialen Medien mit ihrem offenen Brief an Greta Thunberg und machte gegen den UNO-Migrationspakt mobil.

Zum Autor: Kornelia Kirchweger war Journalistin bei „Austria Presse Agentur“, Bundespressedienst, „BBC“, „Asahi Shimbun“. Fokus: EU, Asien, USA, Afrika. Seit 2016 beim „Wochenblick“. Rockte die sozialen Medien mit ihrem offenen Brief an Greta Thunberg und machte gegen den UNO-Migrationspakt mobil.

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